Coworking als alternative Arbeitsmöglichkeit

Für die Volkswirtschaft ist die Unternehmensgründung von erheblicher Bedeutung. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie immer wieder betont, belebt die große Anzahl von Neugründungen nicht nur den Wettbewerb, sondern trägt zum Strukturwandel bei und schafft neue Arbeitsplätze.

Doch von den rund 520.000 Existenzgründern, die den Mut zur Firmengründung im Nebenerwerb wagen, und den ca. 390.000, die den Schritt in die Selbständigkeit im Vollerwerb gehen, überleben nicht alle. Um das finanzielle Risiko so klein wie möglich zu halten, wird oftmals versucht, mit geringem Aufwand und überschaubaren Fixkosten, höchst effizient zu arbeiten. Abhängig von der Art des jeweiligen Unternehmens können die Firmengebäude einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor ausmachen. Während ein Logistikunternehmen zur Lagerhaltung und Kommissionierung eine gewisse Größe an Immobilie benötigt, sind für Produktionsunternehmen und Handwerksbetriebe eher Werkstätten und Produktionsflächen wichtig. Einen Großteil der Gewerbeimmobilien machen in Deutschland allerdings die Bürogebäude aus.

Um die Mietkosten für Büroräume zu minimieren, entscheiden sich besonders Existenzgründer zu alternativen Arbeitsmöglichkeiten. Neben dem angemieteten Büro versuchen immer mehr Gründer, ihr Unternehmen vom heimischen Büro aus zu starten.

Doch das Büro bzw. die Firma in den eigenen privaten Räumen ist nicht jedermanns Sache. Es widerstrebt einigen Existenzgründern, unter ihrer Privatadresse eine Firma ansässig zu haben. Darüber hinaus ist bei dieser Konstellation nicht immer eine strikte Trennung zwischen Privatem und Beruf – und damit ein ruhiges, konzentriertes Arbeiten – möglich. Daher ist es in den meisten Fällen sinnvoller, ein geeignetes Büro für die Firma zu suchen. Die Suche ist zwar manchmal zeitaufwendig, hierbei kann aber auch ein kompetenter Makler für Gewerbeimmobilien, wie JLL, helfen, damit für das neue Büro zügig ein geeigneter Standort gefunden wird.

Gerade für Existenzgründer bietet sich darüber hinaus mit dem „Coworking“ noch eine weitere Alternative. Diese neue Arbeitsform ermöglicht es, mit anderen zusammen zu arbeiten und gleichzeitig seinen eigenen Schreibtisch zu haben. Stimmen die Räumlichkeiten für das Coworking, arbeitet man nicht isoliert in seinen eigenen vier Wänden, sondern kann kreativ mit seinen „Schreibtisch-Nachbarn“ Neues schaffen. Es wird ein Netzwerk geknüpft, von dem jeder profitieren kann. Große, unflexible Firmen stellen genau das Gegenteil von den in diesen Coworking-Centern einziehenden Unternehmen dar. Kreativität und Flexibilität sind die Stichworte, die in den großen Büroräumen zu bemerkenswerten Innovationen führen. Alle dort arbeitenden Firmen können durch die offene Struktur miteinander arbeiten und voneinander profitieren. So sind einerseits gemeinsame Projekte genauso möglich wie eigenständige Tätigkeiten als unabhängige Firma. Immer wieder neue Konstellationen der Zusammenarbeit bieten ein unerschöpfliches Potential an Geschäftsideen. Alles ist möglich – aber nichts ist zwingend: Neben der geschäftlichen Zusammenarbeit sind auch Workshops und andere Aktivitäten denkbar.

Mit dem Wachstum eines Unternehmens kann auch der gemietete Arbeitsplatz den veränderten Umständen angepasst werden. Es existieren verschiedene Varianten dieser Art Büroräume: In einigen Büros wird jedem ein bestimmter Arbeitsplatz zugeteilt, während in anderen jeder sich täglich einen neuen Arbeitsplatz sucht. Attraktiv sind die geringen Mietkosten, in denen meistens die gemeinsame Nutzung von Internet, Drucker und Küche enthalten ist. Neben der notwendigen Büroausstattung stehen für z. B. kurzfristige Meetings auch Besprechungsräume zur Verfügung.

Bei Gründung des Unternehmens ist es so nicht mehr zwingend erforderlich, Wachstums- und Erweiterungsmöglichkeiten bei der Büroanmietung zu berücksichtigen. Coworking-Büros wachsen mit.

Weitere Beiträge zum Thema:
Weitere Beiträge aus der Rubrik: Betriebswirtschaft