büro 1462521038 - Coworking als alternative Arbeitsmöglichkeit

Cowor­king als alter­na­ti­ve Arbeits­mög­lich­keit

Für die Volks­wirt­schaft ist die Unter­neh­mens­grün­dung von erheb­li­cher Bedeu­tung. Wie das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie immer wie­der betont, belebt die gro­ße Anzahl von Neu­grün­dun­gen nicht nur den Wett­be­werb, son­dern trägt zum Struk­tur­wan­del bei und schafft neue Arbeits­plät­ze.

Doch von den rund 520.000 Exis­tenz­grün­dern, die den Mut zur Fir­men­grün­dung im Neben­er­werb wagen, und den ca. 390.000, die den Schritt in die Selb­stän­dig­keit im Voll­erwerb gehen, über­le­ben nicht alle. Um das finan­zi­el­le Risi­ko so klein wie mög­lich zu hal­ten, wird oft­mals ver­sucht, mit gerin­gem Auf­wand und über­schau­ba­ren Fix­kos­ten, höchst effi­zi­ent zu arbei­ten. Abhän­gig von der Art des jewei­li­gen Unter­neh­mens kön­nen die Fir­men­ge­bäu­de einen nicht zu unter­schät­zen­den Kos­ten­fak­tor aus­ma­chen. Wäh­rend ein Logis­tik­un­ter­neh­men zur Lager­hal­tung und Kom­mis­sio­nie­rung eine gewis­se Grö­ße an Immo­bi­lie benö­tigt, sind für Pro­duk­ti­ons­un­ter­neh­men und Hand­werks­be­trie­be eher Werk­stät­ten und Pro­duk­ti­ons­flä­chen wich­tig. Einen Groß­teil der Gewer­be­im­mo­bi­li­en machen in Deutsch­land aller­dings die Büro­ge­bäu­de aus.

Um die Miet­kos­ten für Büro­räu­me zu mini­mie­ren, ent­schei­den sich beson­ders Exis­tenz­grün­der zu alter­na­ti­ven Arbeits­mög­lich­kei­ten. Neben dem ange­mie­te­ten Büro ver­su­chen immer mehr Grün­der, ihr Unter­neh­men vom hei­mi­schen Büro aus zu star­ten.

Doch das Büro bzw. die Fir­ma in den eige­nen pri­va­ten Räu­men ist nicht jeder­manns Sache. Es wider­strebt eini­gen Exis­tenz­grün­dern, unter ihrer Pri­vat­adres­se eine Fir­ma ansäs­sig zu haben. Dar­über hin­aus ist bei die­ser Kon­stel­la­ti­on nicht immer eine strik­te Tren­nung zwi­schen Pri­va­tem und Beruf – und damit ein ruhi­ges, kon­zen­trier­tes Arbei­ten – mög­lich. Daher ist es in den meis­ten Fäl­len sinn­vol­ler, ein geeig­ne­tes Büro für die Fir­ma zu suchen. Die Suche ist zwar manch­mal zeit­auf­wen­dig, hier­bei kann aber auch ein kom­pe­ten­ter Mak­ler für Gewer­be­im­mo­bi­li­en, wie JLL, hel­fen, damit für das neue Büro zügig ein geeig­ne­ter Stand­ort gefun­den wird.

Gera­de für Exis­tenz­grün­der bie­tet sich dar­über hin­aus mit dem „Cowor­king” noch eine wei­te­re Alter­na­ti­ve. Die­se neue Arbeits­form ermög­licht es, mit ande­ren zusam­men zu arbei­ten und gleich­zei­tig sei­nen eige­nen Schreib­tisch zu haben. Stim­men die Räum­lich­kei­ten für das Cowor­king, arbei­tet man nicht iso­liert in sei­nen eige­nen vier Wän­den, son­dern kann krea­tiv mit sei­nen „Schreib­tisch-Nach­barn” Neu­es schaf­fen. Es wird ein Netz­werk geknüpft, von dem jeder pro­fi­tie­ren kann. Gro­ße, unfle­xi­ble Fir­men stel­len genau das Gegen­teil von den in die­sen Cowor­king-Cen­tern ein­zie­hen­den Unter­neh­men dar. Krea­ti­vi­tät und Fle­xi­bi­li­tät sind die Stich­wor­te, die in den gro­ßen Büro­räu­men zu bemer­kens­wer­ten Inno­va­tio­nen füh­ren. Alle dort arbei­ten­den Fir­men kön­nen durch die offe­ne Struk­tur mit­ein­an­der arbei­ten und von­ein­an­der pro­fi­tie­ren. So sind einer­seits gemein­sa­me Pro­jek­te genau­so mög­lich wie eigen­stän­di­ge Tätig­kei­ten als unab­hän­gi­ge Fir­ma. Immer wie­der neue Kon­stel­la­tio­nen der Zusam­men­ar­beit bie­ten ein uner­schöpf­li­ches Poten­ti­al an Geschäfts­ideen. Alles ist mög­lich – aber nichts ist zwin­gend: Neben der geschäft­li­chen Zusam­men­ar­beit sind auch Work­shops und ande­re Akti­vi­tä­ten denk­bar.

Mit dem Wachs­tum eines Unter­neh­mens kann auch der gemie­te­te Arbeits­platz den ver­än­der­ten Umstän­den ange­passt wer­den. Es exis­tie­ren ver­schie­de­ne Vari­an­ten die­ser Art Büro­räu­me: In eini­gen Büros wird jedem ein bestimm­ter Arbeits­platz zuge­teilt, wäh­rend in ande­ren jeder sich täg­lich einen neu­en Arbeits­platz sucht. Attrak­tiv sind die gerin­gen Miet­kos­ten, in denen meis­tens die gemein­sa­me Nut­zung von Inter­net, Dru­cker und Küche ent­hal­ten ist. Neben der not­wen­di­gen Büro­aus­stat­tung ste­hen für z. B. kurz­fris­ti­ge Mee­tings auch Bespre­chungs­räu­me zur Ver­fü­gung.

Bei Grün­dung des Unter­neh­mens ist es so nicht mehr zwin­gend erfor­der­lich, Wachs­tums- und Erwei­te­rungs­mög­lich­kei­ten bei der Büro­an­mie­tung zu berück­sich­ti­gen. Cowor­king-Büros wach­sen mit.

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