Zeitungswerbung

Ver­trag­lich ver­ein­bar­te Wer­be­an­zei­gen

Wird ein Ver­trag über eine Anzei­ge in einem Maga­zin geschlos­sen, der eine Ver­öf­fent­li­chung in meh­re­ren Auf­la­gen vor­sieht, ist nicht nur eine Auf­la­ge zu bezah­len, son­dern auch die wei­te­ren ver­ein­bar­ten Auf­la­gen.

So hat das Amts­ge­richt Ober­hau­sen in dem hier vor­lie­gen­den Fall einen Kun­den ver­ur­teilt, eine zwei­te Auf­la­ge des Bür­ger­ma­ga­zins vom Medi­a­haus Ver­lag Düs­sel­dorf zu bezah­len. Vom Medi­a­haus Ver­lag Düs­sel­dorf wer­den Anzei­gen in pro­fes­sio­nell gestal­te­ten und kos­ten­los aus­lie­gen­den Bür­ger­ma­ga­zi­nen ver­kauft, die auf den Bedarf des Kun­den abge­stimmt sind. Ange­bo­ten wer­den Ver­trä­ge mit unter­schied­li­chen Lauf­zei­ten – von einem bis zwei Jah­ren – und ver­schie­de­ner Anzahl der Erschei­nun­gen – von einer bis vier Auf­la­gen im Jahr. Die bran­chen­üb­li­chen Ver­trä­ge mit einer län­ge­ren Lauf­zeit tra­gen dazu bei, die Anzei­gen­kos­ten zu sen­ken. Denn oft kann der Preis pro Auf­la­ge durch eine län­ge­re Lauf­zeit gesenkt wer­den.

Gera­de für neu gegrün­de­te Unter­neh­men ist es wich­tig, am Markt prä­sent zu sein und mög­lichst vie­le Kun­den zu akqui­rie­ren. Ohne gute und auf den Kun­den­kreis abge­stimm­te Wer­bung ist das kaum mög­lich. Hier bie­ten sich Anzei­gen in diver­sen Bür­ger­ma­ga­zi­nen beson­ders an. Da die Wirk­sam­keit der Anzei­gen in frei aus­ge­leg­ten Maga­zi­nen nicht direkt über­prüft wer­den kann und sich die Effi­zi­enz viel­fach erst mit einer gewis­sen Ver­zö­ge­rung zeigt, kann es schnell zu einer unbe­rech­tig­ten Unzu­frie­den­heit kom­men. Die­se Ängs­te und Unge­wiss­heit machen sich eini­ge Blog­ger im Inter­net zunut­ze und bie­ten den Betrof­fe­nen – natür­lich gegen Bezah­lung – ihre Hil­fe an.

Statt dar­auf ein­zu­ge­hen, ist es effi­zi­en­ter und kos­ten­güns­ti­ger, auf den Ver­lag zuzu­ge­hen und das Pro­blem auf direk­tem Weg zu lösen. In jeder ver­trag­li­chen Bezie­hung kön­nen Schwie­rig­kei­ten ent­ste­hen. Hier emp­fiehlt sich der direk­te Dia­log mit dem Ver­trags­part­ner. Denn Kun­den­zu­frie­den­heit ist ein wich­ti­ges Gut. Denn war­um sich lan­ge Jah­re vor Gericht strei­ten, wenn die Lösung oft in einem ein­fa­chen Tele­fon­ge­spräch gefun­den wer­den kann? War­um der­art hohe (Kos­ten-) Risi­ken ein­ge­hen, wenn ein Anruf die Unsi­cher­heit nahe­zu zum Null­ta­rif besei­ti­gen kann? Nur so kann eine lang­fris­ti­ge Part­ner­schaft auf der Basis bei­der­sei­ti­gen Ver­trau­ens mög­lich wer­den.

In dem hier vor­lie­gen­den Fall hat das Amts­ge­richt Ober­hau­sen in sei­ner Ent­schei­dung Anfang 2017 deut­lich zum Aus­druck gebracht, dass kein Irr­tum in dem Ver­trag dar­über ent­ste­hen konn­te, dass wirk­lich meh­re­re Auf­la­gen eines Maga­zins beauf­tragt gewe­sen sei­en. Denn es wur­de im Ver­trag aus­drück­lich mehr­fach dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es sich um meh­re­re Auf­la­gen han­delt. Dem­nach hat­te der Kun­de nicht nur eine, son­dern auch die wei­te­re Auf­la­ge zu bezah­len. Dar­über­hin­aus muss­te er die Kos­ten des Ver­fah­rens tra­gen.

ea60a1c90edf4542a2461ab0cd744678 - Vertraglich vereinbarte Werbeanzeigen