Viele Versicherungsnehmer verspüren den Wunsch, in die private Krankenversicherung beizutreten. Steigende Beiträge und regelmäßig wiederkehrende Leistungskürzungen bei den Ersatzkassen sind für diese Entwicklung sicherlich mit verantwortlich. Doch nicht jedem stehen mehrere Optionen bei der Wahl der Versicherung offen. Die meisten Personen gehören in Deutschland durch die Krankenversicherungspflicht automatisch der gesetzlichen Krankenkasse an. Nicht versicherungspflichtige Personen können sich entweder freiwillig in der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung oder aber privat krankenversichern lassen. Insbesondere im Hinblick auf die Zwei-Klassen-Medizin möchten sich viele Versicherungsnehmer auf eine sichere und verlässliche Versorgungsbasis verlassen können.
Vor allem Freiberufler und Selbstständige ziehen der gesetzlichen die private Krankenversicherung oftmals vor. Arbeitnehmer, die mit ihrem Einkommen ein Jahr hinweg über der Versicherungspflichtgrenze liegen, haben die Möglichkeit, ebenfalls in die private Krankenversicherung zu wechseln. Aber Achtung: Sie müssen Ihren Austritt innerhalb von 14 Tagen nach Mitteilung Ihrer Krankenkasse bekanntgeben. Geschieht das nicht, wandelt sich die bisherige Versicherung automatisch in eine freiwillige Versicherung um! Gesetzliche Bestimmungen besagen jedoch, dass jeder Antragssteller eines Basistarifs (mit gleichzeitiger Option auf die freiwillige Versicherung) angenommen werden muss.
Für Existenzgründer sind niedrige Prämien bei besseren Leistungen besonders interessant. Neben vieler Private Krankenversicherung Tarife ist der Basistarif, der ungefähr dem Leistungsspektrum der GKV entspricht, ist ein guter Einstieg. Er muss von jeder privaten Krankenversicherung in Deutschland angeboten werden. Der Beitrag hierfür darf nicht über dem Höchstbetrag der gesetzlichen Krankenkasse liegen. Außerdem sind die Beitragssätze und auch die Leistungen bei allen Krankenkassen nahezu identisch.
Beitragsgleichheit aller Kassen gilt übrigens auch für freiwillig Versicherte. Bei jungen Selbstständigen müssen allerdings den niedrigeren Prämien andere Kostenfaktoren gegenübergestellt und in die Entscheidungsfindung eingeschlossen werden. Freiwillig versicherte Arbeitnehmer mit Option auf einen Versicherungswechsel in die private Krankenversicherung sind in der Regel in einem Alter, in dem ihre Lebensplanung abgeschlossen ist.
Die Lebensplanung des Versicherungsnehmers sollte bei der Wahl der Versicherung nicht unterschätzt und deshalb genauer betrachtet werden. Ein umfangreicheres Leistungspaket und vergleichsweise günstige Tarife machen die PKV im Vergleich auf den ersten Blick für viele Menschen besonders attraktiv. Ein freiwillig versicherter Alleinverdiener, dessen Prämie einkommensorientiert ist, deckt mit seinem Beitrag seine ganze Familie ab. Im Vergleich dazu wird bei der PKV jedes Familienmitglied einzeln versichert. Ist die Familienplanung bereits abgeschlossen, kann nur noch ein Vergleich bei der Entscheidung helfen, ob sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung lohnt.
Fazit: Beide Versicherungssysteme haben Vor- und Nachteile, die sich aus der jeweiligen individuellen Situation des Versicherungsnehmers ergeben. Deshalb ist es wichtig, genau abzuwägen, um dann entscheiden zu können, ob freiwillig oder privat versichert die bessere Wahl ist.
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